Mittwoch, 8. Mai 2013


Das IST ist
Die ewige Diskussion um die Entstehung der Welt kennt aus philosophischer Sicht eigentlich zwei Extreme Positionen - mit Gott als Schöpfer und anderseits ohne ihn. Die Vertreter der zweiten Position sind vorwiegend bei den Physikern und Mathematikern (z.B. STEPHEN HAWKINS) anzutreffen. Sie wollen die Entstehung der Welt mit einem Urknall erklären. Beide Lager haben allerdings das gemeinsame Problem mit der Frage, was denn vor der Schöpfung, bzw. vor dem Urknall gewesen ist. Beide Lager verweisen auf ein NICHTS, aus dem heraus Gottes Schöpfung oder der Urknall erfolgt sein soll. Während die Bibel den Schöpfungsakt mit sechs Tagen beziffert, räumen ihm die Urknaller nur Bruchteile von Sekunden ein. Nach der neuesten Theorie des Physikers LAWRENCE KRAUSS, eines so genannten Gottesverleugners, wuchs das All in Sekundenbruchteilen auf die Größe eines Apfels und brauchte dann 14 Milliarden Jahre um sich zur heutigen Größe aufzublähen.
Wichtig ist jedenfalls - die Entstehung aus dem NICHTS!
Hier sind nun die Philosophie und der nüchterne Verstand gefragt: Gibt es ein NICHTS? Ist ein NICHTS denkbar? Kann aus dem NICHTS etwas entstehen oder erschaffen werden?
Der Volksmund sagt: Von nischt, wird nischt!
Aber so einfach wollen wir es uns nicht machen. Immerhin sind die Vertreter beider Lager hoch gebildete Leute - Doktoren, Professoren, Nobelpreisträger, Bischöfe, Päpste... - wenn die als Basis der Weltentstehung ein NICHTS akzeptieren, dann muss man den Unsinn wohl ernst nehmen.
Übrigens, der bereits genannter Gottesverleugner, LAWRENCE KRAUSS, hat sich da etwas Hübsches für das NICHTS ausgedacht. Er sagt, dass das NICHTS vor dem Urknall gar kein NICHTS war, sondern von Quantenfeldern restlos ausgefüllt war.
Er definiert also einfach das NICHTS ein bisschen großzügiger. Er meint, das NICHTS wäre eine Art brodelnder Einheitsbrei, der beständig Elementarteilchen wie Quarks oder Elektronen spuckt, und aus dem sich nach dem Urknall die Materie des Alls, das Universum, gebildet habe. Untermauert wird seine Theorie durch die noch unvollendete Theorie der Quantengravitation, die versucht, die Einsteinsche Relativitätstheorie mit der Quantenmechanik zu kreuzen. Die Quantengravitation wäre dann die sagenhafte WELTFORMEL.
Süddeutsche Zeitung , 17.3.07 , THOMAS BÜHRKE:
"Die String-Theorie gilt heute bei vielen Physikern als die aussichtsreichste Quelle für eine 'Weltformel'. Dieses von manchen ersehnte mathematische Konstrukt soll eines Tages die bekannten Gesetze der Quantentheorie und der Allgemeinen Relativitätstheorie zur Quantengravitation vereinen und sämtliche Vorgänge in der Natur - von den kleinsten Elementarteilchen bis hin zu schwarzen Löchern und dem Urknall - beschreiben.
... Allerdings funktioniert diese String-Theorie mathematisch nur in neun oder zehn Raumdimensionen...Erst eine vereinheitlichte Theorie der Quantengravitation könnte den Beginn der Welt erklären."
Wenn man dieser Theorie auch gern folgen will, bleibt aber letztlich, dass das NICHTS eben kein NICHTS, sondern ein ETWAS war - nämlich besagter Quanteneinheitsbrei! Und zweitens bleibt doch wie immer beim Urknall die hinterlistige Frage - wer oder was hat ihn ausgelöst? Auch Zufälle brauchen eine Ursache!
Einige moderne Vertreter der göttlichen Schöpfungsidee, die sich infolge der wissenschaftlichen Erkenntnisse  DARWINs, EINSTEINs und anderer mit dem Zeitpunkt des Eingreifens Gottes in Genesis und Evolution immer weiter zurückziehen mussten, finden genau an dieser Stelle - der Ursache für den Urknall - ihre letzte Bastion: Wenn Gott schon kein Schöpfer der Welt, dann eben wenigstens Auslöser des Urknalls!
Aber wo hat er sich aufgehalten, bevor er aufs Knöpfchen gedrückt hat? Ob also Urknall mit oder ohne göttliches Eingreifen - immer wird die Frage nach dem VORHER provoziert!  
Was war vor dem Knall? NICHTS - nur Gott oder ein Einheitsbrei aus Quantenfeldern?
Entscheidend scheint für die Problematik, die Definition des NICHTS zu sein. Der Berliner Philosoph CLAUS-PETER EICHHORST sagt: "Das NICHTS ist logisch möglich, real aber unmöglich."
Aber halten wir uns doch erstmal an die Tatsachen, die nicht nur möglich sind, sondern die existieren und nicht bezweifelt werden können. Eine solche Tatsache ist, dass es die Erde gibt mit den Menschen und der Natur, dass es Sonne, Mond und Sterne gibt, Galaxien und das Weltall. Unanhängig von der Frage nach einem NICHTS gibt es also zweifelsfrei ein IST! Das IST ist!
Die idealistische Ansicht, dass das IST nur ein Produkt der menschlichen Vorstellung ist, können wir vernachlässigen. Nihilismus ist ein Denkspaß für Intellektuelle!
Nein, das IST ist und die Grundbausteine des IST - gleichgültig, ob sie schon bis ins letzte Detail erforscht sind oder nicht! - sind einheitlich. Die Elemente der Materie sind endlich und begrenzt. Selbst die entferntesten Galaxien bestehen aus der gleichen Materie wie unser Sonnensystem. Daraus, dass alles im Innersten so einheitlich ist,  lässt sich leicht schlussfolgern, dass es einen zentralen Schöpfungsakt geben müsse - eben mittels Urknall im Einheitsbrei oder durch Gottes Odem!
Nur das führt uns noch nicht weiter. Festzuhalten wäre aber - das IST ist überall gleich! Es gibt nur ein ALL, kein ÜBERALL!

Das IST ist ein Perpetuum mobile.
Die Ressourcen sind konstant. Nichts kommt weg, nicht kommt hinzu. Wo sollte es auch herkommen? Wo sollte es hingehen?
Ins NICHTS kann nichts gehen, weil es das nicht gibt.
Das Pendeln und Schwanken zwischen Chaos und Ordnung ist eine Eigenschaft des IST.
Und nur wenn man das in der energetischen Gesamtbilanz als konstant denkt, lässt sich die Existenz der Welt widerspruchsfrei erklären. Sobald man einen Verlust von Ordnung als Verlust an Energie denkt; oder sobald man ein Versickern des IST an den Grenzen zum NICHTS denkt, oder wenn man eine ständige Verdünnung des IST infolge Ausdehnung ins NICHTS denkt; immer wenn man das IST nicht als energetisch konstant denkt, kommt die Frage nach einem Ende des IST auf, womit selbstverständlich die Frage nach einem Anfang unweigerlich gekoppelt ist. Dann kommen die Fragen nach dem "Vorher" und dem "Nachher". Und dann bleibt einem aus der Not heraus, womöglich nur die Antwort, dass es die Welt eigentlich gar nicht gibt.
           
Man muss das IST auf seine grundlegenden Wahrheiten reduzieren. Die gelten im gesamten IST. Die sind nicht irgendwo in einem ominösen "Schwarzen Loch" beispielsweise anders, als auf der Erde. Sie sind immer gleich. Die Erde, so wie die Natur auf ihr, sind Produkte der allüberall gleichen Materie.
Man muss nicht unbedingt die letzten Bausteine der Materie zweifelsfrei beschreiben und ausmessen können. Man muss auch nicht alle galaktischen Nebel und Wirbel mathematisch erfassen können... - man muss nur wissen, dass alles, was es im IST gibt, von der gleichen Bauart ist und gleichen Gesetzen unterliegt. Auch wenn man die Gesetze noch nicht bis ins Letzte erkannt hat.

ALBERT EINSTEIN: "Raffiniert ist der Herrgott, aber nicht bösartig."

Gemeint ist - kompliziert ist die Materie und ihre Daseinsformen, aber sie ist nicht vorsätzlich codiert und unerkenntlich gemacht.
Was wir in den irdischen Dimensionen an der Materie beobachten können, würden wir überall an der Materie im Universum beobachten können, wenn wir denn wirklich auf Tuchfühlung an sie herankämen. Die Materie in irgendeinem Spiralnebel ist die gleiche, wie bei uns in Sachsen oder in Bayern. Die Unterschiede entstehen durch die Beobachtungsungenauigkeiten. "Schwarze Löcher", "Urknall", "Raumkrümmungen", "Wurmlöcher in der Zeitebene" und alle diese Dinge sind nichts als Rechen- und Messfehler. Mathematische Steißgeburten!
Die Vorgänge, die wir im Universum beobachten, sind von einer gigantischen Dimension und Komplexität und mit den deduktiven Methoden der Beobachtung nicht vollständig zu erfassen. Was bei dem Zusammenstoß zweier Galaxien abläuft, übersteigt unsere Vorstellungsmöglichkeiten. Billionenfache Sonnenmassen prallen aufeinander. Temperaturen von hunderten Millionen Grad. Da geschieht etwas, was sich niemand ausgedacht hat, was vielleicht zum ersten Mal so passiert (genau so), was nicht messbar ist, nicht überblickbar, nicht strukturierbar, nicht entschlüsselbar ist; was niemand verstehen kann, weil es keinen Grund hat und keinen Zweck. Unentwegt geschieht etwas, was für niemanden von Bedeutung ist. Das kann und muss man auch nicht unbedingt in Formeln und Theorien abpacken und einfrieren.
Doch trotzdem - das IST verhält sich "logisch". Deswegen müssen alle Aussagen über das Universum und seiner Bestandteile auch logisch sein.
Logisch bedeutet nicht etwas, was der Mensch erfunden hat, sondern Logik ist das Grundprinzip der Materie, mit der sie sich aus dem Chaos heraus bewegt, verändert und Strukturen entwickelt.
Der Mensch hat der Materie die Logik abgelauscht. Ihren Herzschlag! Der Mensch ist schließlich selbst nichts als Materie.
Die Logik, mit der das Mensch seine Computer füttert - die Software -, basiert auf dem Grundprinzip der Materie - ja / nein! Oder: Null und Eins! - genauso wie die Hardware.
Schon lange bevor man die Computer, oder die elektronischen Rechner, erfand, hatte man die Logik erkannt.
Die Formale Logik - ein kaum noch gelehrter Wissenschaftszweig - zeigt, dass sich alle Aussagen die es gibt, aus dem ja / nein Prinzip ergeben, bzw. auf dieses zurückführen lassen. Die Grundbausteine sind immer "ja" und "nein" oder "ying" und "yang" oder "null" und "eins"!

Die, die immer wieder betonen, dass man letzte Wahrheiten über das IST nie erfassen können, irren.
Die letzte Wahrheit haben wir längst - sie lautet: Das IST ist!
Zu allen Zeiten führten die Versuche der Denker, Dinge zu erklären, die man mangels geeigneter Beobachtungshilfsmittel noch nicht erkennen konnte, zu den ulkigsten Resultaten. Da sah man das Wirken von Geistern, Götzen und Göttern, dann gab es Unterwelten, Oberwelten, Himmel und Höllen und ewige Jagdgründe. Die Erde ruhte auf Elefanten, Schildkröten oder anderem Getier, welches stark genug erschien, die Erdscheibe zu schleppen. Heutzutage haben wir Zeitreisen, sich in andere Welten hinüber "beamende" Helden und einen lieben Gott, der sich vor den Urknall platziert hat.
Es gibt nicht den einen Urknall, vielleicht gibt es unzählige. Unzählige Urknalle, die immer wieder im IST neue Strukturen hervorrufen. Aber das sind keine imaginären Strukturen im Sinne von verschiedenen Geschichten je nach Beobachterstatus (oder ähnlicher Unfug), sondern tatsächliche Strukturen, die nebeneinander existieren - sich beeinflussen, werden und vergehen!

Fest steht:
Das, was wir von der Welt kennen, ist ein Teil des unendlichen IST. Und dieser kleine, überschaubare Teil funktioniert so, wie überall im All. Und es gibt manche Fehlinterpretationen von Erscheinungen, die man noch nicht genau begriffen hat.
Die heutigen Erklärungsversuche - und wenn sie noch so kompliziert und wissenschaftlich erscheinen mögen; alle diese mathematisch-physikalischen Konstrukte (auch die HAWKINGschen), versuchen Dinge zu erklären, die es nicht gibt und nicht geben kann, weil sie den Grundprinzipien des IST widersprechen.
Alle Erklärungen müssen mit den Erfahrungen der Menschheit grundsätzlich übereinstimmen. Sobald man Erklärungen benötigt, die nicht vorstellbar, nicht den Erfahrungen entsprechen,  müssen sie definitiv falsch sein.

Die Vorstellung von der Erde als Scheibe, die auf dem Rücken eines Elefanten ruhe, war nicht vorstellbar. Widersprach von Anfang an den Erfahrungen der Mensche. So große Elefanten konnte es nicht geben! Aber man sah einfach darüber hinweg - lieber eine falsche Erklärung, als keine!
Ähnlich mit Gott - lieber eine falsche Erklärung, als keine!

Der Mensch und sein Hirn sind Produkte dieser Welt, dieser Materie, dieses IST - Produkte dieser in der Materie obwaltenden Grundprinzipien von Logik und Ordnung. Der Mensch ist also allein deshalb grundsätzlich in der Lage und dazu begabt, die Dinge der Welt zu erkennen und zu begreifen, weil er auf Basis dieser grundsätzlichen Dinge selbst funktioniert. Das, was er nicht begreifen kann - nicht anfassen, nicht angreifen - muss trotzdem den begriffenen und auf der Hand liegenden Erkenntnissen entsprechen, weil es nur eine Welt - mit in ihr fest verankerten und unabänderlich wirkenden Gesetzmäßigkeiten - gibt.
Anthropisches Prinzip: "...das Universum müsse mehr oder weniger so sein, wie wir es sehen, denn wäre es anders, gäbe es niemand, der es beobachten könnte." (STEPHEN HAWKING / 2001)
Und alle diese wunderschönen Modelle, Theorien oder Hypothesen, die es gibt, benötigen für ihre innere Stimmigkeit bestimmte Annahmen, bestimmte Konstanten und Faktoren, ohne die die schönsten Formeln nicht aufgehen würden.
Damit beispielsweise eines dieser modernen Weltmodelle, welches irgendwer in die Welt gesetzt hat,  nicht "explodiert", muss man beispielsweise eine "Schwarze Materie" annehmen. Früher nannte man das wohl Äther. Es sind immer erst die so genannten "Annahmen", die das theoretische Kraut fett machen.
Die Formeln der Welterklärung werden sogar auch von ihrer ästhetischen Seite beurteilt. Sie müssen stimmig, rund, harmonisch und im Abgang würzig sein - dann empfindet sie der Physiker als "schön"!
"In den grundlegenden Theorien mussten wir unsere Konzepte schon so oft ändern, dass wir jetzt nicht mehr fragen, ob eine Theorie die Wirklichkeit wiedergibt, sondern nur, ob sich aus ihr ein gutes mathematisches Modell der Beobachtungen ableiten lässt. Theorien mit mehr als vier Dimensionen erklären eine Reihe der beobachteten Eigenschaften des Universums sehr elegant..." (STEPHEN HAWKING / 2001)
In dieser - sagen wir - spekulativen Physik wird der Eindruck erweckt, als seien im Universum Dinge möglich, die auf der Erde nicht vorkommen können. Zeitreisen erscheinen möglich! Wiedersehen mit der verstorbenen Verwandtschaft und was der unerfreulichen Dinge mehr sind. Blödsinn, Freunde!
Möglich werden die Spekulationen der Physiker durch die Messungenauigkeiten, die sich zwangsläufig ergeben, wenn man Erscheinungen des Mikro- oder Makrokosmos erfassen will, was schließlich nur mit indirekten hoch komplizierten physikalischen Methoden möglich ist. Die zwangsläufigen Messungenauigkeiten lassen mathematische Interpretationen zu. Kaffeesatzleserei ist dagegen eine seriöse Wissenschaft.
Immerhin - das sei positiv angemerkt - hat man in der Quantentheorie die "Unschärferelation" erkannt, die besagt: Je genauer man die Position eines Elementarteilchens bestimmen und messen will, desto ungenauer misst man seine Geschwindigkeit und umgekehrt.
Zugegeben sei natürlich, dass es sicherlich viel Spaß macht, sich solche Sachen wie Wurmlöcher in der Zeit auszudenken. Die Sciencefictionschriftsteller sind für jede neue Anregung dankbar.

Nun müssen wir aber noch die Grenzen des IST definieren. Anfang und Ende! Was ist außerhalb des ISTs?
Nochmals sei betont: Aus NICHTS kann nichts anderes entstehen als wieder NICHTS. Wenn aus dem NICHTS etwas entsteht, dann war es kein NICHTS, sondern dann muss es IST gewesen sein.
Nur aus IST kann etwas entstehen - etwas, was in seiner Grundbeschaffenheit der Grundbeschaffenheit des IST identisch ist.
Nebenbei - keine Energie verschwindet aus dem IST, weil das IST kein anderes IST neben sich hat, wohin die Energie verschwinden könnte. Es gibt nur das eine IST. Und es gibt kein NICHTS. Das NICHTS ist das NICHTS, weil es nicht existiert. Es ist das Gegenteil vom IST. Und nur das IST existiert. Das IST ist!
Würde man nun ein NICHTS zulassen und es denken, käme es zu einer Grenze zwischen IST und NICHTS. An dieser Grenze müsste das eine das andere aufheben. Das NICHTS müsste das IST verNICHTen.
Oder das IST müsste das NICHTS verISTen.
Und das würde permanent so geschehen müssen. Also müsste das IST irgendwann zur Neige gehen. Der Urknall ist schließlich auch keine Urquelle, die ständig für Nachschub sorgt!
Eine Auflösung des IST ins NICHTS zu einer Art verdünntem IST ist ebenfalls nicht denkbar, weil dies in letzter Konsequenz auch zu einer Auslöschung des IST, zu einer Versickerung im NICHTS führen würde. Das aber widerspricht der unbezweifelbaren stabilen, wenn sich auch in ständiger Veränderung befindlichen Existenz des IST.
Weder vor dem Schöpfungsakt, noch danach ist ein wirkliches NICHTS denkbar. Auch den KRAUSSschen Quanteneinheitsbrei muss man sich wohl - wenn man ihn denn spaßeshalber denken will - unendlich vorstellen und ohne Grenzen zu einem NICHTS - sonst wäre es mit dem Brei schnell vorbei! Die Frage nach der Initialzündung für die Entstehung des Universums bleibt sowieso immer noch offen.
Alle denkbaren Berührungen von IST und NICHTS haben die unmögliche Konsequenz der Endlichkeit des IST und somit die Notwendigkeit, irgendwann einen Anfang gehabt zu haben. Bleibt nur die eine Möglichkeit - es gibt kein NICHTS! Nirgendwo! Nirgendwann! Nie!
"Die Gesetze der Physik geben an, wie sich ein Anfangszustand im Laufe der Zeit entwickelt..... und... wir müssen die Anfangsbedingungen - die Randbedingungen - kennen....
Die Randbedingung des Universums ist, dass es keinen Rand hat." (STEPHEN HAWKING / 2001)
Keinen räumlichen und keinen zeitlichen Rand!
Es ergibt sich nach allen bisherigen Erwägungen die eigentlich höchst einfache Feststellung, dass das Universum existiert - und zwar  existiert es schon immer, hatte keinen Anfang, wird kein Ende haben, weder räumlich noch zeitlich, und es befindet sich in ständiger Veränderung und hat dabei schon die wunderbarsten Dinge hervorgebracht - Galaxien, Sonnensysteme... und biologische Wesen, die sich selbst reflektieren und nach der Beschaffenheit der Welt fragen können... - unfassbar!
Wobei - Veränderung darf man nicht mit Entwicklung verwechseln. Entwicklung ist ein gerichteter Prozess, bei welchem der Endzustand eine höhere Struktur besitzt als der Anfangszustand. Zum Beispiel wenn sich Materie zu einer Galaxis entwickelt. Oder zu lebendigen Organismen. Entwicklungsprozesse sind räumlich und zeitlich begrenzt. Das IST insgesamt entwickelt sich nicht.
Wenn aber im IST eine Entwicklung einsetzt, wenn sich Strukturen bilden, die eine Tendenz zu größerer Komplexität und Kompliziertheit besitzen, wird aus IST ein SEIN, weil diese sich entwickelnde Struktur eine Zeit besitzt - nämlich die nur ihr zugehörige Zeit. ZEIT bedeutet, dass ein, wenn auch nicht von vornherein berechenbarer, so doch vorhandener Abstand zwischen Entstehen und Vergehen existiert; zwischen Geburt und Tod; zwischen vorher und nachher!
SEIN = IST + ZEIT - das ist die Weltformel!
Das chaotische, unstrukturierte IST hat keine ZEIT. Das IST ist! War immer, wird immer sein! Und Gott?
Gott kann endlich aus der unschönen Verantwortung als Schöpfer der Welt entlassen werden. Er kann nun sein, was er schon immer war - eine gute Idee! Gott ist die wichtigste Idee, die die Menschheit bisher hatte!
(Siehe dazu: "Allmächtiger" STEPHAN DETTMEYER / www.sachsenmeyer-blogspot.de)
 Einschließlich seiner Vorgänger ( heidnische Götzen, antike Götterschar etc.pp.) ist Gott die wichtigste Voraussetzung für die Sozialisierung der Menschen und damit der Menschwerdung überhaupt. Ohne ihn gäbe es die Menschheit nicht. Die Frage, ob Gott existiert, ist unwichtig. Wichtig ist, dass der Glaube an seine Existenz existiert! Atheismus ist eh nichts für schwache Nerven!

Stephan Dettmeyer / Mai 2013



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